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Smart Citys brauchen smarte Sicherheit

von VPNHaus | 30.01.2020 |Cybersecurity Strategy, Data Security, Encryption, Internet of Things

Durch die Einführung intelligenter Technologien profitieren Städte auf der ganzen Welt von mehr Effizienz, Automatisierung, Konnektivität, intelligenten Transportsystemen und einem nachhaltigeren Ökosystem. Boston beispielsweise bietet Bürgern, die in der Stadt wohnen oder arbeiten, Zugang zu einer Reihe von Apps, mit denen sie sich über die Straßenverhältnisse und die Parkplatzsituation informieren können. Außerdem ist Boston führend in der globalen Initiative „Vision Zero“, deren Ziel die Verhinderung tödlicher und schwerer Verkehrsunfälle ist. Zur Erfassung von Daten kommen in Boston Videokameras, LED-Leuchten und Sensoren unter dem Straßenbelag zum Einsatz, um damit die Straßengestaltung zu verbessern und die Sicherheit von Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern zu erhöhen.

Die Abfallwirtschaft stellt ein weiteres allgemeines Anwendungsgebiet für Smart Technology dar. Washington D.C. hat smarte Abfallwirtschaftssysteme mit in Mülleimern eingebauten Sensoren eingeführt, mit denen die Menge und das Gewicht des Abfalls in den Eimern kontrolliert werden. Die Sensoren leiten diese Daten dann an einen von den Stadtwerken genutzten Cloud-basierten Webservice weiter. Über diesen Webservice werden die Daten in einem Plan abgebildet, in dem sämtliche mit Sensoren ausgestattete Behälter in der Stadt erfasst und die zur Abholung bereiten Behälter angezeigt werden. Dadurch sind die Stadtwerke in der Lage, die Terminpläne für die Abholung zu optimieren und zu verhindern, dass die Behälter überfüllt werden.

San Diego ist vielleicht Amerikas smarteste Stadt. Dreitausend LED-Straßenlampen sind mit drahtlosen Netzwerkverbindungen ausgestattet, um Energie zu sparen und die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Durch die Vernetzung der Lampen können Stadtbeamte die Straßenbeleuchtung aus der Ferne steuern und überwachen, wodurch San Diego jährlich 250.000 US-Dollar an Strom- und Wartungskosten einspart. Weitere Smart-City-Projekte, die San Diego in die Lage versetzen werden, Parkplätze zu überwachen, auf kriminelle Aktivitäten zu achten und die Luftqualität zu überprüfen, sind in Arbeit.

Mehr Connectivity = Mehr Sicherheitsbedenken

Sämtliche dieser Smart-City-Systeme funktionieren mittels der Erfassung, Speicherung und Analyse riesiger Datenmengen. Bei intelligenten Transportsystemen können dies unter anderem Informationen darüber sein, wie, wann und wo Menschen in der ganzen Stadt unterwegs sind. Sofern die Bürger mobile Apps nutzen, um Informationen wie Verkehrsunfälle oder Straßensperrungen zu melden, könnten sogar weitere personenbezogene Daten wie Namen, Adressen und Geburtsdaten gespeichert werden.

Sind Smart-City-Netze nicht angemessen gesichert, könnten diese Informationen von Cyberangreifern gestohlen werden, um sie online zu verkaufen und für betrügerische Zwecke zu verwenden. Schlimmer noch: Werden kritische Infrastrukturen von Cyberkriminellen gekapert, könnten Sensoren kompromittiert und industrielle Steuerungssysteme (Industrial Control Systems, ICS) manipuliert werden. Ein Datenverstoß dieser Größenordnung würde nicht nur Smart-City-Systeme zum Erliegen bringen, sondern auch allgemein Panik verbreiten.

Obwohl Stadtbeamte erpicht darauf sind, intelligente Technologien zu implementieren, müssen sie zunächst prüfen, wie die Daten der Bürger verwaltet werden und ob die Systemverbindungen sicher sind. Wenngleich die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bereits die Integration des Datenschutzes in Systeme „by design“ vorschreibt, sind solche Sicherheitsvorschriften in den USA noch nicht obligatorisch.

Schutz der Privatsphäre der Bürger

Zur Schadensbegrenzung von Sicherheitslücken ist die Verschlüsselung der Daten von entfernten smarten Sensoren bei ihrem Austausch mit den staatlichen Kontrollzentren vor Ort erforderlich. Durch die Implementierung eines Remote Access Virtual Private Network (VPN) sind Regierungsvertreter in der Lage, die riesige Menge an sensiblen Daten zu schützen, die in ihren Smart Citys ausgetauscht werden. Verschlüsselungstunnel in einem VPN gewährleisten, dass Daten für jeden unverständlich sind, der die Systemkommunikation abzufangen versucht.

Laut PwC wird die Entwicklung von Smart Citys in den kommenden sieben Jahren weltweit kontinuierlich zunehmen. Das Gesamtvolumen des weltweiten Smart-City-Marktes wird bis zum Jahr 2025 voraussichtlich mehr als 2,5 Billionen US-Dollar betragen. Obwohl eine größere Konnektivität in Städtelandschaften viele wirtschaftliche Vorteile bietet, gibt es unzählige Sicherheitsrisiken, die mit der Ausbreitung intelligenter Städte einhergehen.

Mit einem professionellen, für Unternehmen geeigneten VPN können Smart-City-Betreiber die verschlüsselte Kommunikation zwischen Standard-, Cloud- und mobilen Netzwerkinfrastrukturen bedarfsgerecht aus der Ferne verwalten. Der Schlüssel für den Erfolg von Smart-City-Umgebungen liegt im Schutz der Privatsphäre der Bürger und der öffentlichen Sicherheit.

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