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US Senat wird aktiv und will Preis für den Datenschutz festlegen

von VPNHaus | 04.10.2019 |Cybersecurity Strategy, Data Security, Internet of Things

Im US-Senat wird gerade ein neuer Gesetzesentwurf diskutiert, der die Beziehungen zwischen großen Technologieunternehmen und ihren Kunden grundlegend verändern könnte.

Mit diesem Schritt wird zum ersten Mal versucht, personenbezogenen Daten einen Dollarwert zuzuordnen und sie wie jede andere Ware auch zu behandeln. Die Folge wird sein, dass Unternehmen, die mit Daten handeln, in finanzieller Hinsicht stärker zur Verantwortung gegenüber ihren Nutzern und der SEC gezogen werden.

Dieser Gesetzesentwurf ist Teil der kontinuierlichen Bemühungen der Gesetzgeber, die bundesstaatlichen Vorschriften zum Verbraucherdatenschutz stärker an die EU-DSGVO anzugleichen. Den wahren Wert ihrer Daten zu kennen, veranlasst Verbraucher möglicherweise dazu, sich mehr dafür zu interessieren, was mit den von ihnen online geteilten Daten geschieht, und mehr Maßnahmen zum Schutz ihrer Privatsphäre zu ergreifen.

Noch ist die Gesetzgebung allerdings weit davon entfernt.

Vorerst bietet VPN-Software immer noch den besten Schutz für Verbraucher- und Unternehmensdaten.

Dashboard für Daten

Seit der Einführung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (GDPR) im vergangenen Jahr arbeiten die US-Behörden daran, in den Staaten bessere Maßnahmen für den Verbraucherschutz zu verwirklichen.

Örtlich begrenzte, staatliche Initiativen wie der California Consumer Protection Act (CCPA) und der New York Privacy Act (NYPA) werden nun durch den National Dashboard Act ergänzt.

Von Unternehmen, deren Geschäftsmodelle auf das Sammeln von Daten angewiesen sind, wird nach dem neuen Gesetzesentwurf „Designing Accounting Safeguards to Help Broader Oversight and Regulations on Data (DASHBOARD)“ verlangt, dass sie öffentlich bekanntgeben, wie viel sie mit den von ihnen und ihren Partnern erfassten Daten verdienen.

Außerdem müssten Technologieplattformen mit mehr als 100 Millionen Nutzern – darunter Facebook, Google, Amazon und Twitter – die Verbraucher am Ende eines jeden Quartals genauestens informieren, wofür ihre personenbezogenen Daten verwendet werden und ob sie an Dritte verkauft bzw. weitergegeben werden.

Denn was sind Daten wert?

Dashboard ist wichtig, denn es zeigt die Bereitschaft der Gesetzgeber, Datenschutzbelange auf nationaler Ebene anzugehen. Überdies erfolgt damit eine öffentliche Anerkennung, dass Daten eine Ware sind und einen eigenen inneren Wert haben.

Während ein finiter Wert für Daten noch ermittelt werden muss, besteht eine klare Korrelation mit den Bilanzen der wichtigsten Technologieplattformen.

Als Richtwert: Facebook bewertete seinen durchschnittlichen Erlös pro Nutzer (Average Revenue Per User; ARPU) für das erste Quartal 2019 mit 6,42 US-Dollar. Doch diese Größe ist bestenfalls eine grobe Annäherung.

Den Daten den wahren Wert beizumessen, erweist sich als weitaus komplexer.

Der Wert von Einzeldaten allein ist genau null. Nur wenn sie mit großen Mengen verwandter Daten kombiniert und zusammen analysiert werden, gewinnen sie zusätzliche Eigenschaften, aus denen sich Umsätze generieren lassen.

Datenschutzparadoxon

Durch die Verankerung des Konzepts „Daten als Vermögenswert“ in einem rechtlichen Rahmen hätte der Dashboard Act erhebliche geschäftliche und finanzielle Konsequenzen für die wichtigsten Technologieplattformen.

Bevor sie die bestehende Ordnung stören, sollten Senatoren fragen, ob die Verbraucher dies wirklich wollen oder verdienen.

Die meisten User bezahlen seit Jahren gerne für „kostenlose“ Online-Dienste mit ihren Daten. Einerseits erklären Verbraucher den Forschern, ihre Daten seien ihnen wichtig, nutzen andererseits jedoch weiterhin Dienste, die damit offensichtlich allzu frei umgehen.

In letzter Zeit ist Facebook von einem Datenskandal nach dem anderen getroffen worden – und doch wird die Nutzerbasis weiterhin immer größer.

Dieses Phänomen wird als das „Datenschutzparadoxon“ bezeichnet und wirft eine Reihe von Fragen auf. Zum Beispiel: Würden Verbraucher, sobald sie wissen, welchen Wert ihre Daten haben, tatsächlich bessere, fundiertere Entscheidungen treffen? Oder würden sie weitermachen wie bisher? Und falls es möglich ist, einen genauen Wert für Daten zu ermitteln, wer würde davon profitieren? Sollten Verbraucher einen finanziellen Ausgleich für die kostenlosen Dienstleistungen erhalten, die sie bereits in Anspruch nehmen? Was wäre gewonnen, wenn die Technologieplattformen gezwungen wären, ihr Austauschmodell „Daten gegen Dienstleistung“ aufzugeben?

Nutzerdaten sind mittlerweile für den Betrieb von Unternehmen, Industrie, Regierungen und öffentlichen Diensten von grundlegender Bedeutung. Sobald sie erfasst sind, lassen sich Daten isolieren, gruppieren und nach Belieben teilen, um so viele verschiedene Ziele zu erreichen – von der personalisierten Werbung über die Steigerung der Produktivität bis hin zu Produktinnovationen und der Erbringung von Ferndienstleistungen.

Es ist eindeutig noch viel zu erörtern, und noch sind wir weit davon entfernt, in absehbarer Zeit Antworten auf diese Fragen finden.

Der Wert von VPN

Unabhängig vom Ergebnis werden Unternehmen und Verbraucher weiterhin Tools zum Schutz der Privatsphäre bei der digitalen Kommunikation über das öffentliche Internet benötigen.

Ein VPN-Software-Service bietet Nutzern einen umfassenden Schutz für sensible personen- oder kundenbezogene Daten. Außerdem wird gewährleistet, dass Unternehmen die Datenschutzgesetze einhalten.

Professionelle, für Unternehmen geeignete VPNs verschlüsseln die zwischen dem Unternehmensnetzwerk und Remote-Usern ausgetauschten Daten automatisch.

Sie lassen sich auch leicht skalieren, um die Datenschutzanforderungen von vielen tausend entfernten Nutzern oder Geräten zentral zu verwalten und zu authentifizieren.

Verbraucher, denen ihr Datenschutz wichtig ist, können sicher sein, dass ihre personenbezogenen Daten (PII) vor den Blicken zufälliger Beobachter geschützt sind.

Fazit: Dank der Erfassung und Aggregation personenbezogener Daten von Privatpersonen ist es den führenden Technologieplattformen gelungen, weltweit äußerst profitable Unternehmen aufzubauen.

Endlich wird das den Gesetzgebern bewusst. Initiativen wie DASHBOARD, mit denen den Verbrauchern eine gewisse Kontrolle über die Daten zurückgegeben werden soll, stellen die ersten zaghaften Schritte zur Wiederherstellung des Gleichgewichts dar.

Jedoch ist alles, was Unternehmen und Nutzer zum Schutz ihrer sensiblen Datenkommunikation beim Austausch über das öffentliche Internet brauchen, ein guter VPN-Service.

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