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Software ist der Schlüssel zur Sicherheit von Connected Cars

von VPNHaus | 10.10.2018 |Connected Cars, Data Security

Schnell entwickelt sich Software immer mehr zur wichtigsten Komponente moderner Kraftfahrzeuge. So sind Fortschritte im Digital Engineering, die Eigenschaften wie Kraftstoffeffizienz, Motormanagement und Unterhaltungselektronik im Auto verbessern, bereits gang und gäbe. Falls die Vorhersagen der Analysten stimmen, dann ist dies nur der Anfang. Die bevorstehende Aussicht, dass Millionen mobiler Systeme auf eine ständige wechselseitige Fernkommunikation mit den Fahrzeugherstellern angewiesen sind, veranlasst viele Branchenbeobachter, ernsthafte Fragen zur Sicherheit und zum Datenschutz von Fahrzeugdaten in kommenden Zeiten zu stellen. Immer wieder tauchen neue intelligente Anwendungen auf, obgleich die 5G-Bandbreite weiträumig verfügbar sein muss, damit ihre eingebettete Telematik optimal funktioniert.

Software – wie Virtual Private Networks (VPNs) – ist der Schlüssel zur Sicherheit von vernetzten Fahrzeugen, da sie sensible Daten vor den Aktionen von Hackern und Spionen schützen kann.

Kleine Black Boxen auf Rädern

Seit einiger Zeit gehören neue Fahrer zu den ersten, die von der Telemetrie im Auto profitieren. Häufig stellen Versicherer, gegen Gewährung niedrigerer Prämien, neuen Fahrern eine kleine Black Box zur Verfügung, mit der die Qualität ihres Fahrverhaltens erfasst wird. Ähnlich wie beim PC-Modem in den frühen Tagen des Internets wird auch die Zeit der Telematik-Box von kurzer Dauer sein. Sehr bald wird eine in das Motormanagementsystem des Fahrzeugs integrierte Firmware in der Lage sein, den Versicherern alle notwendigen Daten über die Gewohnheiten eines jeden Fahrers zu liefern, sodass die Telematik-Box überflüssig wird. Branchenanalysten schätzen, dass bis zum Jahr 2020 200 Millionen Internet-vernetzter Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein werden. Bordcomputersysteme werden Fahrer in Echtzeit mit Standort-, Verkehrs- und Wetterdaten versorgen, während sie gleichzeitig mit der Smart-City-Infrastruktur und dem Ferndiagnosesystem des Herstellers kommunizieren. Zu diesem Zeitpunkt wird ein erheblicher Teil der Autobesitzer in einem Wagen herumfahren, das einer kleinen Black Box auf Rädern entspricht.

5G zur Beschleunigung des vernetzten Fahrzeugs

Der mobile Netzwerkbetrieb in Fahrzeugen hängt ganz von der Bandbreite ab. Während die heutigen 4G-Geschwindigkeiten für einige Dienste funktionieren, sind sie für eine nahtlose Bereitstellung vieler Top-Anwendungen für vernetzte Fahrzeuge etwas langsam. Dies hat eine Reihe von Telematik-Partnern der Automobilindustrie nicht davon abgehalten, Infotainment- und zentrale Steuerungsplattformen der nächsten Generation zu entwickeln, um für die kommende Marktexplosion gerüstet zu sein. Es heißt, die 5G-Bandbreite werde für einige weitere Jahre nicht weiträumig verfügbar sein. Kommt aber die schnellere Bandbreite tatsächlich beim Auto an, muss die Bandbreite im Wagen Schritt halten können. Führende Marken im Bereich High-Speed-Vernetzung haben vor, in diesem Zusammenhang eine wesentliche Rolle zu spielen und arbeiten bereits im Vorfeld mit Automobilherstellern zusammen.

Spione und Schwindler

Erwartungen zufolge werden zukünftige Automobilbesitzer mit einem Fundus an persönlichen Daten an Bord herumfahren. Das vernetzte Fahrzeug zeichnet alles auf – angefangen von der Geschwindigkeit über den Kraftstoffverbrauch und das Bremsverhalten bis hin zu Ihrem Musikgeschmack, Ihren Telefonaten und Ihren Lieblingsrestaurants. Hersteller sagen, diese Datenerfassung sei zur Verbesserung ihres Kundenservices unerlässlich. Inzwischen wollen auch Werbetreibende, staatliche Stellen und Strafverfolgungsbehörden Zugang zu diesen Informationen. Führende Cybersicherheitsfachleute haben allerdings Bedenken geäußert, eine solche Fülle von Daten werde Fahrzeuge zu einem unwiderstehlichen Ziel für Hacker und Spione machen. Forscher haben die Möglichkeit demonstriert, ein vernetztes Automobil mit guten alten Social-Engineering-Techniken zu hacken. Sie nutzten einen öffentlichen Hotspot, um den Besitzer eines vernetzten Fahrzeugs zum Download einer bösartigen Smartphone-App zu bewegen, und zwar unter dem Vorwand, damit Anspruch auf einen kostenlosen Burger aus einem nahegelegenen Restaurant zu erwerben. Angesichts solcher Risiken ist die Sicherheit eine der größten Herausforderungen der Automobilindustrie. Der Markt für Sicherheitstechnologien für vernetzte Fahrzeuge wird bis zum Jahr 2020 voraussichtlich ein Volumen von 33 Milliarden Euro erreichen.

Schutz von Fahrzeugdaten

Neben ungeschützten Smartphones können auch unverschlüsselte Datenverbindungen mit Smart-City-Systemen, Remote Services von Herstellern, Over-the-Air-Software-Updates oder auch Haushalts-IoT die Sicherheit des verbundenen Kraftfahrzeugs gefährden. Professionelle VPN-Software bietet den Schlüssel zum Schutz privater Fahrzeugdaten vor Hackern und Spionen. Ein VPN baut eine verschlüsselte Verbindung auf, die den Inhalt der wechselseitigen, über das Internet laufenden Kommunikation zwischen einem fahrenden Auto und entfernten Serverstandorten abschirmt. Es gewährleistet die Sicherheit und Geheimhaltung von Datenverbindungen sogar über ein kostenloses öffentliches WLAN.

Fazit: Bevor Bandbreitengeschwindigkeiten von 5G sowie vernetzte Fahrzeugtechnologie nicht allgemeiner verbreitet sind als heute, ist das Risiko, dass Ihr Auto gehackt wird, recht gering. Ein dringenderes Problem besteht darin, dafür zu sorgen, dass die Fülle personenbezogener Daten in zentralen Steuerungs- und Motormanagementsystemen nur von autorisierten Personen eingesehen werden kann. Dank intelligenter Fahrzeugsysteme leben wir in Zukunft vielleicht in einer Zeit, in der der Fahrer die letzte Person ist, die die Kontrolle über das Auto hat. Doch auf eines können wir uns verlassen: Für sämtliche Arten von Connected-Car-Daten wird VPN-Software auch weiterhin die Lösung sein, wenn es um sichere, authentifizierte Verbindungen geht.

 

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