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Mobilgeräte, Malware und Unternehmensnetzwerke

von VPNHaus | 19.05.2014 |Industry Commentary, Mobile, VPN

Immer wieder treten neue Internet-Bedrohungen auf. Für IT-Teams, die sich um Patches für aktuelle Sicherheitslücken (z. B. Heartbleed) kümmern, ist die Verhinderung von immer neuen Angriffen ein echter Vollzeit-Job. Dennoch ist es nicht oft möglich, brauchbare Informationen über Gefahren, gegen die wir uns zu schützen suchen, unter die Lupe zu nehmen. Aus diesem Grund erregte die kürzlich im Magazin CIO Insight veröffentlichte Untersuchung unsere Aufmerksamkeit.

Ein Blick zurück

Wollen wir wissen, wohin die Reise geht, müssen wir wissen, wo sie begonnen hat und wie sie bisher verlaufen ist. Die Untersuchung beschäftigte sich mit den im Jahr 2013 vorherrschenden Sicherheitsproblemen wie Spam und Malware. Anhand dieser Informationen wurde hochgerechnet, wie es im Jahr 2014 weitergeht und was wir zu erwarten haben.

Beispielsweise berichtet CIO Insight von einem beträchtlichen Rückgang des Spam-Niveaus, da mehr Botnets aufgespürt und entfernt werden. Jedoch verändern Hacker erwartungsgemäß schnell ihre Taktik: Können sie auf eine bestimmte Art und Weise keinen Schaden mehr anrichten, suchen sie sich dazu eine neue Möglichkeit. Haben sie zuvor versucht, nichtsahnende Opfer zu einem Download illegitimer, mit Malware infizierter Dateianhänge zu verleiten, fügen sie jetzt stattdessen schädliche Links direkt in den Text von E-Mails ein. Allerdings sind diese schädlichen Links nicht nur in E-Mails enthalten. Die Untersuchung ergab, dass die Anzahl der Malware-URLs im letzten Jahr um 131 Prozent zugenommen hat. Am häufigsten waren sie auf Webseiten mit Inhalten zu Bildung, Reisen, Sport und Pornographie zu finden.

Dabei überrascht es nicht, dass zunehmend mehr Besucher die zuvor genannten Webseiten über Mobilgeräte aufrufen. Wie bereits zuvor erläutert, sind Android-Geräte derzeit die bevorzugten Angriffsziele von Cyber-Kriminellen. Tatsächlich sind in den letzten sechs Monaten des Jahres 2013 „pro Tag durchschnittlich 5.768 Arten von Android-Malware gefunden worden.“ Da Unternehmen bereits über Sicherheitsprobleme aufgrund von BYOD klagen, bringt diese Untersuchung wenig Trost. Werden jedoch die richtigen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, können diese Gefahren für Unternehmen minimiert werden.

Schutz von Unternehmensnetzwerken

Wie die Untersuchung gezeigt hat, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Mobilgeräte mit Malware infiziert werden. Um den Fernzugriff auf Unternehmensnetzwerke in einer BYOD-Umgebung abzusichern, muss daher eine ganzheitliche Sicherheitsstrategie implementiert werden. Heutzutage ist es wichtiger denn je, Arbeitnehmer über die Gefahren aufzuklären, welche durch Malware auf Mobilgeräten entstehen können. Ihnen muss erläutert werden, wie sie am besten bestimmen können, ob ein Link schädlich ist. Auf diese Weise kann ein Gerät vor einem Angriff geschützt werden, bevor es auf ein Netzwerk zugreift. Selbst wenn diese Vorsichtsmaßnahme getroffen wird, kann es Zwischenfälle geben. Deshalb müssen Unternehmen auf das Schlimmste vorbereitet sein.

Ein VPN mit zentralem Management, welches mit verschiedenen Netzwerk- und Sicherheitskomponenten zusammenarbeitet, kann Malware und Ransomware daran hindern, sich in einem Netzwerk auszubreiten und andere Endgeräte oder das Netzwerk selbst zu infizieren. Netzwerkadministratoren können mittels zentralen Managements kontrollieren, ob ein Gerät mit aktuellen Anti-Malware- und Virenscanner-Tools ausgerüstet ist. Bei potentiell unsicheren Geräten können diese unter Quarantäne gestellt werden. Außerdem können Netzwerkadministratoren den Zugriff eines jeden Gerätes auf das Netzwerk sperren, sollte eine Sicherheitslücke auftreten. Darüber hinaus ermöglicht ein zentrales Management automatische Rollouts von Software-Updates. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass jedes Endgerät über eine Remote-Access-Verbindungsstelle verfügt, welche auf dem neuesten Stand und daher so sicher wie möglich ist. Die Kombination von hochwertigsten Sicherheitskomponenten verschiedener Anbieter, wie beispielsweise dynamische Personal Firewalls, Mobile-Device-Management (MDM) und Intrusion-Prevention-Systeme (IPS), reduziert das Risiko einer Infizierung mit Malware sowie kostenintensiver Aktivitäten zur Schadensbegrenzung erheblich.

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