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Industrie 4.0: Flexible Produktion muss sicher vernetzt sein

von VPNHaus | 24.09.2014 |Industry Commentary, IT policy, VPN

Mit Industrie 4.0 sollen Unternehmen – stark vereinfacht ausgedrückt – Produktionsabläufe sehr schnell verändern und anpassen können. Dahinter steht eine Abkehr vom bisherigen, auf einen spezifischen Zweck ausgerichteten, Aufbau von Produktionsanlagen. Die Flexibilität soll durch Modularität und extrem hohe Vernetzung auf Basis von IP-Standards aller Komponenten erreicht werden. Das ist im industriellen Bereich ein Novum. Dort wurden bisher Industrie-spezifische Protokolle, Medien und Steuerungen verwendet. Nun halten mit Industrie 4.0 IP-Adressen, Router, Switche und Ethernet Einzug auf dem Fabrikgelände und in den Montagehallen.

Der Fokus auf IP-Technik hat neben Kostengründen seinen Grund vor allem in der langen Erfahrung mit dem System. Hardware, Software, Managementansätze – alles ist seit Jahren vorhanden, wird beständig weiterentwickelt und es existiert eine große Anwenderbasis mit viel Know-how. Auch die IT-Sicherheit ist eigentlich ein mehr als gut bestelltes Feld, von Compliance über Standards und Schutzkonzepte, bis hin zu vielen Produkten besteht eine große Auswahl. Bislang setzen nur sehr wenige Firmen Industrie 4.0 Initiativen in ihren Unternehmen ein. Vorreiter sind naturgemäß finanzstarke und hohem Wettbewerbsdruck unterworfene Firmen wie in der Automobilindustrie. Es ist zu hoffen, dass bei der Implementierung der reiche Erfahrungsschatz aus der klassischen IT genutzt wird, auch und ganz besonders, was die Sicherheit angeht. Mittlerweile gibt es schon einige Beispiele, dass Fernzugänge, die Drittfirmen für eine einfachere Wartung ihrer Geräte beim Kunden installieren, nur sehr unzureichend gesichert waren und für Angreifer weit offen standen. Es gibt mittlerweile sogar Suchmaschinen, über die sich ungeschützte Remote-Zugänge oder Schnittstellen zum Internet mit Sicherheitslücken automatisch finden lassen.

Dabei wäre es nun wirklich ein leichtes, Fernzugänge, ganz besonders, wenn sie über TCP/IP laufen, durch ein VPN abzusichern. Die Technik gibt es seit Jahren, sie kann einfach eingesetzt werde, ist problemlos überwach- und verwaltbar. Häufig scheitert die Umsetzung daran, weil nicht der Kunde selbst, sondern der Dritthersteller für den Zugang verantwortlich ist und das nicht ausreichend kommuniziert. Häufig haben auch die Mitarbeiter des Kunden, die sich um die elektrischen Anlagen kümmern, keine IT-Kenntnisse. Sie erkennen die Bedrohung schlichtweg nicht. Oder die Dokumentation wird nicht so stringent durchgeführt wie sie sollte und Fernzugänge werden einfach vergessen. Jede Technologie hat eine Hype-Phase, in der kaum haltbare Versprechen gemacht werden. Industrie 4.0 mag sich im Moment in dieser Phase befinden, das Gute daran ist die hohe Aufmerksamkeit, die das Thema über den Hype generiert. So besteht die Hoffnung, dass bei der Planung und Einführung von Industrie 4.0 auch die Sicherheit von Anfang an ein fester und nahtloser Bestandteil sein wird.


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