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Warum Autos ein VPN benötigen Teil 1

von VPNHaus | 28.10.2013 |Industry Commentary, VPN

Fragt man IT-Fachleute und User, wo Virtual Private Networks (VPNs) zum Einsatz kommen, nennen viele den Fernzugriff auf das Firmennetz, etwa von mobilen Endgeräten wie Notebooks aus. Manche führen vielleicht noch VPN-Verbindungen zwischen ihrem Home Office und dem Corporate Network an. Aber ein VPN im Auto?

Dabei ist das vernetzte Auto (Connected Car) ein Thema, mit dem sich die Automobilindustrie seit etlichen Jahren beschäftigt. So stellte Ford bereits 2010 unter dem Namen "MyFord Touch" einen mobilen WiFi-Hotspot für Personenkraftwagen vor. Über ihn können die Passagiere über Wireless LAN und ein Breitband-Mobilfunkmodem auf das Internet zugreifen, im Web surfen und E-Mails abrufen.

Und im Januar 2013 zeigte Ford auf der Detroit Motor Show seine OpenXC-Hard- und Software-Plattform. Die OpenXC-Hardware ermöglicht Apps für das iPad und Smartphones den Zugriff auf das interne Datennetz eines Ford. Diese Applikationen können Sensordaten und Informationen über den Standort und die Geschwindigkeit des Fahrzeugs abrufen, um beispielsweise das Garagentor zu öffnen und das Licht anzuschalten, wenn sich der Fahrer seinem Haus nähert.

Mobilfunk und WiFi-Verbindungen

Wie das vernetzte Auto von morgen aussieht, war auch auf der Frankfurt Auto Show 2013 in Deutschland zu sehen. Alle führenden Hersteller, von Ford über Chrysler und GM bis hin zu BMW, Mercedes, Volkswagen und Toyota zeigten Fahrzeuge, die mit einem Internet-Zugang ausgestattet sind. Für die Datenübermittlung nutzen die meisten Hersteller die schnelle Mobilfunktechnik LTE (Long Term Evolution), die Datenraten von mehreren 100 MBit/s unterstützt. So zeigte BMW in Frankfurt eine Limousine mit einem LTE-Router für bis zu acht Endgeräte. Ab 2015 soll mit IST-G5 ein neuer WiFi-Standard hinzu kommen, der speziell für den Einsatz in Fahrzeugen entwickelt wurde. Er nutzt das Funkspektrum im Bereich 5,4 bis 5,9 GHz.

Über Mobilfunk und WiFi werden Autos künftig miteinander kommunizieren können (Car-to-Car). Denkbar sind Anwendungen, die andere Fahrer in Echtzeit über Staus oder schlechte Straßenverhältnisse informieren. Die meisten Automobilfirmen setzen zudem auf eine Car-to-X-Kommunikation: Fahrzeuge sprechen dann nicht nur miteinander und mit intelligenten Verkehrszeichen, sondern greifen auch auf Infotainment-Services in einer Cloud zu. Außerdem stellen sie für die Passagiere einen schnellen Internet-Zugang zur Verfügung.

Doch spätestens jetzt kommt das Thema Sicherheit ins Spiel. Solche "Auto-LANs" oder besser gesagt Wide Area Networks müssen mindestens ebenso gut geschützt werden wie ein Firmennetzwerk. Denn wenn es einem Hacker gelingt, in das Datennetzwerk eines Fahrzeugs einzudringen, kann das schlimme Folgen haben. Etwa dann, wenn sich der Hacker über das Bord-WLAN oder Mobilfunknetz zu den Steuerungsfunktionen der Automobilelektronik vorarbeitet. Dass dies keine Vision ist, zeigten bereits 2010 Forscher der University of Washington und University of California in San Diego. Sie nutzen die funkgestützten Reifendrucksensoren von Fahrzeugen, um die Kontrolle über das Bordsystem zu übernehmen.

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